Kata-Rhythmus trainieren und variieren

Dieser Artikel liefert Antworten auf die Fragen: Wie kann der Rhythmus einer Kata erlernt und vertieft werden? Und wie kann der Kata-Rhythmus verwendet werden, um neue Herausforderungen und Abwechslung in das Kata-Training zu bringen?

005 Audiospur Kata-RhythmusRhythmus bezeichnet die zeitliche Abfolge von Ausführung und Pause. Er kann folglich in der Kata durch zwei Komponenten beeinflusst werden: Zum einen durch die Pausen zwischen den einzelnen Bewegungen bzw. Techniken, zum anderen durch die Geschwindigkeit mit der die Bewegungen bzw. Techniken ausgeführt werden, da sich hieraus die Dauer der Bewegung ergibt.

Die aufgeführten Varianten beschreiben, wie diese beiden Parameter im Kata-Training eingesetzt werden können. Jede Variante kann dabei ein spezifisches Trainingsziel unterstützen.

Einzelbewegungen im Fokus

Der Trainer wählt die Abstände zwischen seinen Kommandos und somit den einzelnen Bewegungen relativ groß. So haben die Trainierenden nach jeder Bewegung die Möglichkeit ihre Endposition zu überprüfen. Weiterhin gibt es ihnen die Möglichkeit sich auf die nächste Bewegung (innerlich) vorzubereiten. Das ist insbesondere relevant, wenn unmittelbar auf das Kommando reagiert und die Bewegung dann schnell bzw. langsam ausgeführt werden soll. Die Abstände sollten aber auch nicht zu groß sein, denn dann kann sich leicht Langeweile einstellen und der gewünschte Trainingseffekt verpufft.

Kata ohne Pause

Alle Kommandos folgen schnell aufeinander, d.h. alle Bewegungen der Kata werden unmittelbar nacheinander ausgeführt. Dabei werden langsame Bewegungen der Kata langsam und schnelle Bewegungen schnell ausgeführt. Eine Pause zwischen den einzelnen Bewegungen gibt es nicht. Es folgt jeweils unmittelbar die nächste Bewegung. Die nächste Verschnaufpause wartet am Ende der Kata.

Rhythmus nach Kommando

Die Kommandos des Trainers spiegeln den individuellen Kata-Rhythmus wieder. Dies bezieht sich sowohl auf die Geschwindigkeit der Bewegungen, als auch auf die Pausen zwischen den Bewegungen. So kann der Kata-Rhythmus erlernt und verinnerlicht werden.

Übertreibung als Gegengewicht

Die Kommandos des Trainers übertreiben den kataspezifischen Rhythmus. D.h. schnell aufeinander folgende Bewegungen werden noch schneller hintereinander gezählt und ausgeführt, Pausen zwischen Bewegungen dauern noch länger. Schnelle Bewegungen werden noch schneller und langsame Bewegungen noch langsamer ausgeführt. Mit der Zeit passiert es gerne, dass sich beim Kata-Rhythmus eine Gleichförmigkeit einstellt. Die Gegensätze rücken immer näher zusammen. Mit dieser Methode ist es möglich diesem Prozess entgegen zu wirken.

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