Yoko-Empi-Uchi: Haut richtig rein!

Würdest du gerne mit Yoko-Empi richtig Wirkung erzielen? Mit der richtigen Ausführung ist es nicht nur möglich die Wirkung zu steigern, sondern gleichzeitig auch mit den eigenen Kräften effizient zu haushalten.

Bei Yoko-Empi-Uchi (kurz Yoko-Empi) handelt es sich um eine vergleichsweise kurze Karatetechnik. Dies meint nicht nur die begrenzte Reichweite der Technik, sondern auch die Strecke, welche Yoko-Empi von der Ausholposition auf dem Weg ins Ziel zurücklegt. Zum Vergleich: Bei einem aus dem Hikite geschlagenen Tsuki, entspricht die Strecke zum Ziel der Länge von Oberarm plus Unterarm plus Faust. Beim Yoko-Empi beträgt die Strecke zur Beschleunigung der Technik nur etwa die Hälfte. Scheinbar schlechte Voraussetzungen also, um mit dieser Technik richtig Wirkung zu erzeugen.

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Vergleicht man die Statur eins japanischen Karatemeisters mit einem Bodybuilder, so sind Unterschiede besonders am Oberkörper offensichtlich. Die Effektivität von Yoko-Empi kann folglich nicht ausschließlich an einer stark trainierten Muskulatur liegen, da wir dann mit dem Karatetraining brechen und stattdessen das Fitnessstudio besuchen müssten, um „starke“ Techniken zu entwickeln. Den Ellenbogen kraftvoller in Richtung des Ziels zu stoßen, kann also nicht die Lösung sein.

Den Körperschwerpunkt bewegen

Das Geheimnis ist den Empi-Uchi nicht nur mit dem Arm, sondern mit dem ganzen Körper auszuführen. Es gilt die Arme und den Körper zu verbinden, also nicht die Arme isoliert vom Körper zu bewegen. Eine solche Isolation liegt vor, wenn der Körper unbeteiligt in einer statischen Position verweilt und ausschließlich die Arme den Yoko-Empi ausführen. Stattdessen sollte sich nicht nur der Arm, sondern auch der Körperschwerpunkt Richtung Ziel bewegen. Dies kann auch eine kleine Bewegung sein, aber sie ist entscheidend, um die Effektivität deutlich zu steigern.

Das richtige Timing

Weiterhin gibt es noch ein kleines, aber entscheidendes Detail zu beachten. Die Bewegung des Körperschwerpunkts verpufft wirkungslos, wenn die zeitliche Koordination nicht stimmt. Dies ist der Fall, wenn der Körperschwerpunkt zwar bewegt wird, die Bewegung des Körpers aber stoppt, bevor Yoko-Empi sein Ziel erreicht. Nur wenn sich der Körperschwerpunkt beim Auftreffen von Yoko-Empi in Bewegung befindet, kann ein neues Level dieser Karatetechnik erreicht werden.

Der Praxistest als Partnerübung

Schon mit einer sehr simplen Partnerübung lässt sich dies trainieren. Partner A steht in Zenkutsu-Dachi in Linksauslage und hält eine große Pratze gerade nach vorne zeigend. Partner B steht in Kiba-Dachi, ebenfalls in Linksauslage, wobei seine linke Körperseite zur Pratze zeigt. In dieser Aufstellung kann B nun vergleichen, wie sich die Isolation bzw. die Verbindung von Armen und Körper auf die Wirksamkeit von Yoko-Empi auswirkt. Seine Erkenntnisse ermöglichen es ihm unmittelbar Fortschritte zu erzielen.

Foto: fvasallo / pixabay.com

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