Training mit der Koordinationsleiter: Einführung

Die Koordinationsleiter erfreut sich in vielen Sportarten großer Beliebtheit. In Vorbereitung auf die ersten Schrittmuster zunächst einige Grundlagen zu ihrem Einsatz im Training.

Begriffsklärung
Die Koordinationsleiter verdankt ihren Namen der optischen Ähnlichkeit mit einer herkömmlichen Leiter. Sie dient dazu den Untergrund in verschiedene Felder einzuteilen. Anhand dieser Felder können Bewegungsmuster vorgegeben und kontrolliert werden. Theoretisch ließe sich eine solche Einteilung auch mit anderen Hilfsmitteln erreichen, wie zum Beispiel auf dem Hallenboden befestigte Klebebandsteifen oder ausgelegten Seilen. In der Praxis überzeugt aber die einfache Handhabbarkeit der Koordinationsleiter.

Verwendung
Die Koordinationsleiter hilft den Trainierenden, sich auf eine bestimmte Art und Weise zu bewegen. Meist liegt der Fokus auf der Beinen, aber es ist auch möglich die Arme auf diese Weise zu lenken. Die Koordinationsleiter kann ein effektives Hilfsmittel zum Erlernen und Verbessern der koordinativen Fähigkeiten sein. Aber ihre Einsatzmöglichkeiten gehen über das Koordinationstraining hinaus. So eignet sich die Koordinationsleiter auch für das Training der Schnellkraft und der Reaktivkraft.

Anwendung
Wichtig ist zu Beginn, dass die gestellte Bewegungsaufgabe korrekt ausgeführt wird. Dazu wird die Bewegung zunächst langsam ausgeführt. Dann kann kontinuierlich die Geschwindigkeit gesteigert werden. Je nach Komplexität der Bewegungsaufgabe, sowie abhängig von der Gruppe, kann es dabei zu einem Punkt kommen, an dem bezogen auf die vorgegebene Bewegung, Fehler auftreten. Nun an dieser Grenze arbeiten bis die Fehler nicht mehr auftreten, dann die Geschwindigkeit wieder etwas steigern. Vorrang sollte immer die korrekte Ausführung haben. Selbstverständlich ist es auch beim Training mit der Koordinationsleiter sinnvoll mit einfachen Bewegungen zu starten und dann den Schwierigkeitsgrad zu steigern.

Beschreibung von Schrittmustern
Koordinationsleiter FelderFür die im vorgestellten Bewegungsaufgaben kommt zunächst folgende strukturierte Beschreibung zum Einsatz. Jeder Block beschreibt eine Bewegungsaufgabe:

  • Ausgangsfeld: Gibt an, in welchem Feld der Trainierende startet.
  • Ausgangsrichtung: Gibt an, in welche Richtung der Trainierende zu Beginn ausgerichtet ist. Ggf. sind mehrere mögliche Ausgangsrichtungen angegeben.
  • Verbale Beschreibung: Beschreibt verbal die Bewegungsaufgabe. Sie reicht bei weniger komplexen Bewegungsaufgaben zum Verständnis aus um diese zu verstehen.
  • Schematische Beschreibung: Beschreibt schematisch anhand der Feldnummern und den Extremitäten die auszuführenden Bodenkontakte und damit die Bewegungsaufgabe. Sie kann insbesondere helfen, wenn die verbale Beschreibung nicht eindeutig ist.
  • Weitere Variation: Beschreibt optional kleinere Variationen der Bewegungsaufgabe.

Beispiel

  • Ausgangsfeld: 1A
  • Ausgangsrichtung: 11A
  • Verbale Beschreibung: Das näher an der Leiter befindliche Bein führt einen Bodenkontakt je Feld aus, während der Trainierende geradlinig neben der Koordinationsleiter entlang dribbelt.
  • Schematische Beschreibung: rechts Bein Feld 1, linkes Bein Feld 1A, rechtes Bein Feld 1A, linkes Bein Feld 1A; rechts Bein Feld 2, linkes Bein Feld 2A, rechtes Bein Feld 2A, linkes Bein Feld 2A; etc.
  • Weitere Variation: Anzahl der Bodenkontakte neben jedem Feld: 1 / 5 / 7

So, jetzt kann es losgehen. Mit dem nächsten Artikel folgen die ersten konkreten Schrittmuster für das Training.

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